Versuch der Abgeordneten-Bespitzelung:

Bereits am Donnerstag Abend wurde bekannt, dass der Verfassungsschutz Thüringen einen Anwerbversuch eines ehemaligen Mitarbeiter der Landtagsabgeordneten Katharina König (Die Linke)
unternahm
. Damit kündigt sich nach den ganzen NSU-Zwischenfällen (welche sicher immernoch kein Ende gefunden haben) nun der nächste Skandal in der Behörde an. Seitens des Innenministeriums wurde der Anquatsch- und Anwerbversuch sogar bestätigt, will aber von dem Arbeitsverhältnis zwischen der Landtagsabgeordneten und dem Zielperson nichts gewusst haben.
Interne Informationen aus dem linksextremen Spektrum zu liefern, ohne die Person und ihr Tätigkeitsfeld im Vorfeld entsprechend abzuklären, „widerspricht jeglicher Logik und belegt somit erneut die Inkompetenz und Sinnlosigkeit des Verfassungsschutzes“, betont die LINKE-Abgeordnete. Spätestens seit der Vernehmung der V-Männer und V-Mann-Führer im NSU-Untersuchungsausschuss Thüringen wurde klar, welche Informationen vor einem Anwerben von Personen beschafft werden. Im Rahmen solcher Recherchen über potentielle V-Männer hätte es dem VS auffallen sein müssen, dass ein solches Abreitsverhältnis bestand und die Person somit ein besonderes Vertrauen der Abgeordneten genießt.
Demnach muss man schon fast davon ausgehen, dass der Verfassungsschutz Thüringen ganz bewusst diese Person wählte, um auch in die Tätigkeit der Abgeordneten König Einblick zu bekommen.

Wir, die linksjugend [’solid] Thüringen, verurteilen zu tiefst die Dreistigkeit, mit der die Geheimdienste und die Behörden drumherum agieren. Der VS, aber auch das Innenministerium scheint keine Konsequenzen aus den vergangenen Monaten gezogen zu haben. Viel mehr wird versucht, jene, die sich gegen Neonazismus engagieren, zu kriminalisieren und in eine ,extremistische‘ Schmuddelecke zu schieben anstatt die Entstehung des NSU und die eigenen Verfehlungen aufzuarbeiten.
„c“

THS