Bericht zur Vergabe des „Linksäugerpreises“ und zur Reaktion des Verfassungsschutzes

Zwei Tage ist es nun her als die politischen Jugendorganisationen Linksjugend [’solid] Thüringen und DGB Jugend Thüringen dem Landesamt für Verfassungsschutz Thüringen den „Linksäugerpreis für herausragende Leistungen im Kampf gegen einen vermeintlich Gesellschaftsgefährdenden Linksextremismus“ übergaben.

Mit 15 Personen trafen wir um ca. 14.00Uhr vor dem Landesamt für Verfassungsschutz Thüringen ein. Neben dem Eingang standen bei unserer Ankunft schon Polizeikräfte. Als wir die Schiebetür durchschreiten wollten, kam die Überraschung. Die Tür war abgesperrt.

Tür

Da es nur einen Briefkasten

Brief

und kein Klingelschild gab, rief ein Vertreter des LandessprecherInnen-Rates der Linksjugend direkt im Landesamt an. Am Telefon wurde versichert „das man es weitergeben würde“. Die Minuten und zwei weitere Anrufe vergingen, dann ging niemand mehr an das Telefon. Zwei Polizist_innen unterrichteten uns derweil, dass niemand aus dem Landesamt unseren Preis entgegennehmen würde. Damit hatten wir natürlich auch gerechnet, aber das die Nachricht uns von Polizei übermittelt werden würde – nein. Das alles hielt uns aber nicht auf, vor den Türen unsere Laudatio auf den Preisträger abzuhalten und unsere Preise vor der Tür stehen zu lassen

Preis

So zogen wir glücklich und zufrieden von dannen.

Ende

Eine Reaktion des Landesamtes für Verfassungsschutz kam dann über den Weg einer Pressemitteilung doch noch zustande. Das Gesprächsangebot des Verfassungsschutzes, wenn es denn kommt, werden wir gerne annehmen – dann aber zu unseren Bedingungen. Das heißt öffentlich diskutieren und nicht in einem Büro unter acht Augen.