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Audiolith besucht den VS Mecklemburg Vorpommern, und schaue an, die Tür geht auf

Das Hamburger Indie-/Elektrolabel Audiolith und die mittlerweile Kultstatus-Band „Feine Sahne Fischfilet“ besuchte das Landesamt für Verfassungsschutz Mecklemburg Vorpommern, um diesen einen Präsentkorb für die gute „Zuarbeit“ zu danken. Hintergrund dieser „Danksagung“ ist die ungewollte PR-Aktion des Verfassungsschutzes für die Newcomer Punkband „Feine Sahne Fischfilet“. Die 5köpfige Band aus einem kleinen Dorf in Mecklemburg Vorpommern hat es geschafft, allein aufgrund ihrer klaren antifaschistischen Haltung die Arbeitzeiten von mehreren Beamten des Landesamtes zu füllen. Antifaschismus ist also doch Verfassungsfeindlich. Mit Bekanntwerden dieser Einstufung der Band und ihren Songinhalten brachte sich der VS erneut in die Lächerlichkeit. Den 5 jungen Musikern und dem Label Audiolith hingegen brachte dieser Skandal mehr, als es vom VS beabsichtigt war. Plötzlich war der Bandname „Feine Sahne Fischfielet“ in aller Munde. Das gerade unter dem Label Audiolith releaste Album „Scheitern und Verstehen“ geht weg wie warme Semmeln und bringt für Garagenpunk-Verhältnisse eine menge Geld in die Kassen. Grund genug, dem VS Mecklemburg Vorpommern zu danken.
Ein wohl ehr zynischer Akt, der aber dennoch eine klare Kritik an einer Institution VS beinhaltet, wurde seitens der Mitarbeiter des Landesamtes mit Humor genommen. Freundlich wurde begrüßt, freundlich wurden die Hände geschüttelt, das Geschenk in Empfang genommen und Fotos gemacht. Da kann sich das Thüringer Landsamt für Verfassungsschutz vielleicht doch noch eine Scheibe abschneiden. Denn auch die Linksjugend [solid] Thüringen und die DGB Jugend Thüringen wollten eine ähnliche „Danksagung“ an das hiesige Amt übergeben. Extra schick gemacht und keine Kosten wurden gescheut, den Pokal für herausragende Leistungen im Kampf gegen Linksextremismus (eine goldene Augenklappe) anzufertigen. Doch im Gegesatz zum freundlichen Empfang von Mecklemburg Vorpommern, blieben uns die Türen bei dem Besuch am 24.10. verschlossen.
Zu dem Artikel von Audiolith

fisch

Audiolith besucht den VS Mecklemburg Vorpommern, und schaue an, die Tür geht auf

Das Hamburger Indie-/Elektrolabel Audiolith und die mittlerweile Kultstatus-Band „Feine Sahne Fischfilet“ besuchte das Landesamt für Verfassungsschutz Mecklemburg Vorpommern, um diesen einen Präsentkorb für die gute „Zuarbeit“ zu danken. Hintergrund dieser „Danksagung“ ist die ungewollte PR-Aktion des Verfassungsschutzes für die Newcomer Punkband „Feine Sahne Fischfilet“. Die 5köpfige Band aus einem kleinen Dorf in Mecklemburg Vorpommern hat es geschafft, allein aufgrund ihrer klaren antifaschistischen Haltung die Arbeitzeiten von mehreren Beamten des Landesamtes zu füllen. Antifaschismus ist also doch Verfassungsfeindlich. Mit Bekanntwerden dieser Einstufung der Band und ihren Songinhalten brachte sich der VS erneut in die Lächerlichkeit. Den 5 jungen Musikern und dem Label Audiolith hingegen brachte dieser Skandal mehr, als es vom VS beabsichtigt war. Plötzlich war der Bandname „Feine Sahne Fischfielet“ in aller Munde. Das gerade unter dem Label Audiolith releaste Album „Scheitern und Verstehen“ geht weg wie warme Semmeln und bringt für Garagenpunk-Verhältnisse eine menge Geld in die Kassen. Grund genug, dem VS Mecklemburg Vorpommern zu danken.
Ein wohl ehr zynischer Akt, der aber dennoch eine klare Kritik an einer Institution VS beinhaltet, wurde seitens der Mitarbeiter des Landesamtes mit Humor genommen. Freundlich wurde begrüßt, freundlich wurden die Hände geschüttelt, das Geschenk in Empfang genommen und Fotos gemacht. Da kann sich das Thüringer Landsamt für Verfassungsschutz vielleicht doch noch eine Scheibe abschneiden. Denn auch die Linksjugend [solid] Thüringen und die DGB Jugend Thüringen wollten eine ähnliche „Danksagung“ an das hiesige Amt übergeben. Extra schick gemacht und keine Kosten wurden gescheut, den Pokal für herausragende Leistungen im Kampf gegen Linksextremsimus (eine goldene Augenklappe) anzufertigen. Doch im Gegesatz zum freundlichen Empfang von Mecklemburg Vorpommern, blieben uns die Türen bei dem Besuch am 24.10. verschlossen.
Zu dem Artikel von Audiolith

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Verfassungsschutz Gesprächsangebot

Die Türen des Landesamtes für Verfassungsschutz blieben geschlossen, als die linksjugend [’solid] Thüringen und die DGB Jugend Thüringen letzte Woche Ihren Preis für herausragende Leistung im Kampf gegen den Linksextremismus überreichen wollten. Ein paar Polizeibeamte wurden vorgeschoben, um mit uns den Kontakt zu suchen, denn keine Beamten des Landesamtes brachte den Mut auf, sich unseren Fragen zu stellen, und den Preis entgegenzunehmen. Selbst der Versuch der telefonischen Kontaktaufnahme über die offizielle Nummer des TLfV brachte irgendwann keine Punkte mehr und das Klingeln des Telefons wurde gekonnt ignoriert.
Um so verwunderter darf man darüber sein, dass die netten Damen und Herren vom Landesamt nun doch noch mit uns reden möchten. Hinter verschlossenen Türen und am Besten alleine wollen sie bestimmt nicht nur den Meinungsaustausch, sondern vielleicht sogar einen kleinen Job anbieten. Öffentliche Kritik am VS zuzulassen oder gar anzunehmen scheint für die Behörde nicht in Frage zu kommen.
Wie wir mit dieser Einladung verfahren ist zur Zeit noch unklar. Klar ist aber, dass wir uns nicht hinter verschlossenen Türen, in dunklen Kämmerlein oder nachts auf einer Parkbank mit Vertretern des VS treffen werden.

VS Brief

Bericht zur Vergabe des „Linksäugerpreises“ und zur Reaktion des Verfassungsschutzes

Zwei Tage ist es nun her als die politischen Jugendorganisationen Linksjugend [’solid] Thüringen und DGB Jugend Thüringen dem Landesamt für Verfassungsschutz Thüringen den „Linksäugerpreis für herausragende Leistungen im Kampf gegen einen vermeintlich Gesellschaftsgefährdenden Linksextremismus“ übergaben.

Mit 15 Personen trafen wir um ca. 14.00Uhr vor dem Landesamt für Verfassungsschutz Thüringen ein. Neben dem Eingang standen bei unserer Ankunft schon Polizeikräfte. Als wir die Schiebetür durchschreiten wollten, kam die Überraschung. Die Tür war abgesperrt.

Tür

Da es nur einen Briefkasten

Brief

und kein Klingelschild gab, rief ein Vertreter des LandessprecherInnen-Rates der Linksjugend direkt im Landesamt an. Am Telefon wurde versichert „das man es weitergeben würde“. Die Minuten und zwei weitere Anrufe vergingen, dann ging niemand mehr an das Telefon. Zwei Polizist_innen unterrichteten uns derweil, dass niemand aus dem Landesamt unseren Preis entgegennehmen würde. Damit hatten wir natürlich auch gerechnet, aber das die Nachricht uns von Polizei übermittelt werden würde – nein. Das alles hielt uns aber nicht auf, vor den Türen unsere Laudatio auf den Preisträger abzuhalten und unsere Preise vor der Tür stehen zu lassen

Preis

So zogen wir glücklich und zufrieden von dannen.

Ende

Eine Reaktion des Landesamtes für Verfassungsschutz kam dann über den Weg einer Pressemitteilung doch noch zustande. Das Gesprächsangebot des Verfassungsschutzes, wenn es denn kommt, werden wir gerne annehmen – dann aber zu unseren Bedingungen. Das heißt öffentlich diskutieren und nicht in einem Büro unter acht Augen.

Herr Gruhner: Nichts verstanden, wa?

Die gemeinsame Kampagne der DGB Jugend Thüringen und der Linksjugend [solid] Thüringen „Extrem viel dahinter“ nimmt zur Pressemitteilung der Jungen Union Thüringen „Linksextremismus nicht aus dem Blick verlieren“ vom 24.10.2012 wie folgt Stellung:

Die Junge Union Thüringen und allem voran ihr Vorsitzender Stefan Gruhner haben aus dem letzten Jahr anscheinend nicht gelernt. Wer heute, fast 1 Jahr nach dem Auffliegen des Thüringer Terrortrios NSU, noch immer von einer „linksextremen Gefahr“ schwadroniert, scheint an Realitätsverlust zu leiden. Ein Blick in den Verfassungsschutzbericht Thüringen 2011 hätte hier geholfen.Selbst dort steht, und man kann einiges an der Datenerhebung für politisch motivierte Gewalt kritisieren, doch tatsächlich, dass „linksextreme Straftaten“ in Thüringen um 44,1% zurückgegangen sind. Bei der Gewaltkriminalität sogar um 64,1%. Aber anscheinend glänzt hier die JU mit Ignoranz und Unwissenheit über die Situation in Thüringen. Im gleichen Zeitraum sind in Thüringen Straftaten von Neonazis um 4,1% gestiegen. Auf welche Zahlen sich die JU überhaupt bezieht, erschließt sich uns nicht. Wer in seiner Pressemitteilung von „glaubhaften Demokraten“ redet ist selbst wenig glaubhaft, wenn falsche Zahlen benutzt werden. Die Junge Union scheint eher der Zeit der McCarthy-Ära des Kalten Krieges zu frönen, als sich mit der Thematik ernsthaft auseinander zu setzen. Anders ist diese Pressemitteilung nicht zu verstehen.

Die Kampagne „Extrem viel dahinter“ begrüßt im Übrigen den Schritt der Sozialministerin Taubert das Landesprogramm für Demokratie und Toleranz nur noch auf den „Rechtsextremismus“ anzuwenden.
Natürlich fordern wir nach wie vor die Abschaffung jeglicher Extremismusklauseln und des Extremismusbegriffs.